Zu Besuch bei Familie Goethe in Frankfurt
Geschrieben von Jana Ratz und Helene Smarsly
Um einen Einblick in das Leben von Johann Wolfgang von Goethe und damit auch in die literarische Epoche der Romantik zu gewinnen, unternahmen alle Deutschkurse der Jahrgangsstufe 12 im Januar einen Ausflug nach Frankfurt.
Dort konnten sie sowohl das Goethehaus als auch das Romantikmuseum erkunden.
Vor Ort wurden die Schülerinnen und Schüler je nach Kurs in Gruppen eingeteilt, die entweder von einem Museumsführer begleitet wurden oder mit einem Audioguide die Ausstellung selbstständig besichtigen konnten.
So ergab sich die Möglichkeit, das Museum ganz individuell und im eigenen Tempo zu erkunden. Der Audioguide führte durch Goethes wiederaufgebautes Elternhaus, wobei der Dichter selbst immer wieder zu Wort kam.
Besonders praktisch war an dieser Art der Führung, dass Inhalte beliebig oft angehört und sich dabei mit Mitschülerinnen und Mitschülern ausgetauscht werden konnte, ohne andere Besucher und Besucherinnen zu stören oder bei ihrem Rundgang zu unterbrechen. Ein kleiner Nachteil an der Führung mit einem Audioguide war jedoch, dass es bei Nachfragen keinen direkten Ansprechpartner vor Ort gab.
Für den anderen Teil der Gruppe begann eine begleitete Führung durch das Haus der Familie Goethe. Dabei wurde kein Zimmer ausgelassen und stets die jeweilige Verwendung des Raumes vorgestellt. Besonders interessant fand ich bei dieser Führung das „schöne Zimmer” des Hauses, welches damals nur für ganz besondere Ereignisse wie wichtige Feiern geöffnet wurde. Neben den Funktionen einzelner Räume wurde auch auf besondere und teils historische Möbel der Familie eingegangen.
Dank unseres Museumsführers, der zu jeder Frage die passende Antwort parat hatte, blieb keine Frage ungeklärt und auch winzige, versteckte Details, wie die Anzahl der Hemden oder der Bettwäsche, die die Goethes besaßen, wurden erklärt.
Nach der einstündigen Tour im Goethehaus, die dank der spannenden Führung wie im Flug verging, hatten alle anschließend Zeit, das Romantikmuseum auf eigene Faust zu erkunden. Schon der Weg die Treppen hinauf ins Ungewisse hatte dabei eine besondere Wirkung auf sie, berichtet Silke Flemming uns später. Oben angekommen, boten die Vielfalt der Ausstellungsstücke und die interaktiven Teile der Ausstellung eine abwechslung, die dafür sorgte, dass jeder etwas fand, um sich die verbleibende Zeit gut zu vertreiben.
Durch den Deutschunterricht, in welchem wir uns mit der literarischen Epoche der Romantik und einigen bedeutenden Vertreten und Vertreterinnen dieser Epoche beschäftigt haben, war es möglich, Lebensgeschichten und Beziehungen genauer zu verstehen, sowie Kunst und Literatur miteinander zu verbinden.
Abschließend lässt sich sagen, dass uns dieser Ausflug nicht nur durch das vermittelte Wissen geprägt hat.
Alleine schon die schöne, ruhige Atmosphäre, kreiert durch eine Bibliothek im Foyer oder verspielt gestaltete Flure in der Ausstellung, sorgten dafür, dass wir alle diesen Ort interessiert erkundeten und den gesamten Ausflug sehr positiv in Erinnerung halten werden.











