Vergessene Heldinnen – musikalisch gewürdigt
geschrieben von Juwon An
Ende Januar fand in der Aula der Liebigschule der Präsentationsabend der AG „Vergessene Heldinnen“ unter der Leitung von Juwon An und Hermann Wilhelmi statt. Unter dem Titel „Heldinnen der Geschichte – unsichtbare Frauen, sichtbare Spuren“ verband die Veranstaltung Musik und Kurzvorträge zu bedeutenden Frauen aus Geschichte, Wissenschaft und Gesellschaft. Trotz schlechten Wetters war der Abend gut besucht.
Den musikalischen Auftakt bildete der zweite Satz „Romanze“ aus Clara Schumanns Klavierkonzert a-Moll für Violoncello und Klavier. Juwon An am Cello und Hermann Wilhelmi am Klavier gestalteten das Werk mit warmem, romantischem Klang und schufen eine konzentrierte Atmosphäre. Daran schloss sich ein Kurzvortrag von Laura Heger über die Mathematikerin Hypatia von Alexandria an, der ruhig und klar strukturiert deren außergewöhnliche Rolle in der Antike herausarbeitete.
Mit Fanny Hensels Lied „Vorwurf“ setzte Nelly Karber einen gesanglichen Akzent, sensibel begleitet von Hermann Wilhelmi am Klavier. Im Anschluss stellte Jolina Sophie Bauer die Physikerin Marie Curie vor und verband sachliche Informationen mit biografischen Einblicken in deren Lebensweg.
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt folgte mit dem „Adagio non troppo“ aus der Cellosonate von Ethel Smyth, eindrucksvoll interpretiert von Yejun An am Cello und Hermann Wilhelmi am Klavier. Aya Dernawi präsentierte anschließend die Physikerin Chien-Shiung Wu in einem informativen und selbstbewusst vorgetragenen Kurzvortrag.
Nach Nadia Boulangers „Modéré“ aus den Trois Pièces, gespielt von Juwon An am Cello und Hermann Wilhelmi am Klavier, stellte Laura Heger die Biochemikerin Rosalind Franklin souverän und gut strukturiert vor. Persönliche Akzente setzte Anouk Deventer mit ihrer Eigenkomposition „The One“ für Gesang und Klavier sowie mit „Girls Just Want to Have Fun“ von Robert Hazard und Cindy Lauper.
Den inhaltlichen Abschluss bildete der ruhig und sicher vorgetragene Kurzvortrag von Marie-Ange Elisha Emakam Nguemaleu über die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Claudette Colvin. Musikalisch endete der Abend mit Beiträgen von Komponistinnen aus Rock und Pop, präsentiert von der Schulband Velvet Hour mit Lea Özdemir (Gesang), Marie Wyderka (Klavier), Angelika Gleiser (Schlagzeug) und Lloyd Ogiemwonyi-Schaefer (Gitarre), die mit ihrem ersten Auftritt überzeugte und viel Applaus erhielt.
Der Präsentationsabend verband Information und Musik auf gelungene Weise und stieß beim Publikum auf durchweg positive Resonanz.











