Thementag „Umgang mit dem Sterben – Leben mit dem Tod“

Bestatterin Silke Schulz-Laun, Notfallseelsorgerin Dr. Sandra Karl und Intensivpfleger Gabriel Fiedler beim Thementag "Sterben und Tod"

Bestatterin Silke Schulz-Laun, Notfallseelsorgerin Dr. Sandra Karl und Intensivpfleger Gabriel Fiedler beim Thementag “Sterben und Tod”

Bestatterin Silke Schulz-Laun beim Thementag "Sterben und Tod"

Bestatterin Silke Schulz-Laun beim Thementag “Sterben und Tod”

Wie gehen wir mit dem Sterben um – und wie können wir lernen, mit dem Tod zu leben? Mit diesen zentralen Fragen setzte sich der Jahrgang 10 der Liebigschule Gießen in den Fächern Religion und Ethik am 11. Mai 2026 intensiv auseinander. Der Thementag bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit einem Thema zu beschäftigen, das im Alltag oft ausgeblendet wird, aber zum Leben untrennbar dazugehört.
Die Bestatterin Silke Schulz-Laun von „Lebenskreis Bestattung“ gewährte eindrucksvolle Einblicke in ihre Arbeit. Sie erklärte anschaulich die Organisation von Bestattungen und machte deutlich, wie individuell Abschiedsprozesse gestaltet werden können, aber auch wie wichtig die Zusammenarbeit mit einem Bestattungsunternehmen ist, gilt es doch für die trauernden Angehörigen, eine Vielzahl von Aufgaben binnen kurzer Zeit nach dem Todesfall eines lieben Angehörigen zu bewerkstelligen.
Dr. Sandra Karl von der Notfallseelsorge berichtete über die herausfordernde erste Kontaktaufnahme mit Angehörigen der Toten, wenn sie im Dienst der Notfallseelsorge als Ehrenamtliche angefordert wird: bei Zugunglücken, bei Verkehrsunfällen, aber auch bei Todesfolge infolge eines Suizids oder bei ungeklärter Todesursache. Sie zeigte, wie wichtig Einfühlungsvermögen und Präsenz in diesen sensiblen Momenten sind.
Ergänzt wurden diese Perspektiven durch die Erfahrungen des Krankenpflegers der Intensivstation, Gabriel Fiedler. Er schilderte, wie ein würdevoller Tod im klinischen Umfeld gestaltet werden kann und welche Rolle Pflegekräfte dabei spielen, Patientinnen und Patienten sowie deren Familien zu begleiten.
Der Thementag, organsiert von Grit Arnold, eröffnete den Jugendlichen einen geschützten Raum für Fragen, Austausch und Reflexion. Er trug dazu bei, Berührungsängste abzubauen und ein bewussteres Verständnis für den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu entwickeln.

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