Schule lebt durch Erfahrungen – Großes Orchester der Liebigschule auf Spanienfahrt!
Musik verbindet! Ein Motto, das für alle, die regelmäßig zu den Schulkonzerten der Liebigschule Gießen gehen, längst kein unbekanntes mehr ist. Und ein Motto, dessen Bedeutung rund 50 Schülerinnen und Schüler der Liebigschule vor den Osterferien am eigenen Leibe erfahren konnten, als das Große Orchester der Lio vom 21.03. bis zum 29.03.2026 wieder einmal auf Spanienfahrt war. Damit führten sie eine lange Tradition fort; seit vielen Jahrzehnten fährt das Orchester regelmäßig auf diese Konzertreise und ermöglicht so den jungen Künstlerinnen und Künstlern ein für Schulensembles fast einzigartiges Ereignis.
9 Tage lang ging es mit dem Bus über Frankreich nach Spanien, wo die Musikerinnen und Musiker mit der universellen Sprache ihrer Musik viele Menschen und Herzen berührten – nicht zuletzt auch die eigenen.
Im Gepäck hatte das Orchester ein sehr ausgewogenes, aber durchaus anspruchsvolles Programm, welches sowohl klassische, sinfonische Musik wie die Ouvertüre aus „Prometheus“ von Beethoven und die „Sinfonie in C-Dur“ von Johann Anton André als auch Filmmusik wie „Herr der Ringe“ von Howard Shore und „An American in Paris“ von George Gershwin umfasste. Hinzu kamen dabei noch einige kammermusikalische Stücke und zwei Solokonzerte von Cécile Chaminade und Camille Saint-Saëns, die Johanna Heinecke (Querflöte) und Anna Krastev (Cello) glänzend darboten!
Das Auftaktkonzert war wie bei der letzten Fahrt 2023 in dem kleinen Örtchen Sorgues, der Partnerstadt von Wettenberg, wo das Orchester im „Salle André Riou“ ein sehr dankbares Publikum mit ihrer Musik erfreuen und so einen kleinen Beitrag zur Deutsch-Französischen Freundschaft leisten konnte. Die Wertschätzung des eher älteren Publikums wurde besonders bei der großzügigen Bewirtung im Anschluss an das Konzert deutlich, die den Musikerinnen und Musikern die Vorzüge der französischen Küche nicht vorenthielt.
Der Hauptkonzertort der Reise aber war die aragonesische Hauptstadt Saragossa. Der schon seit vielen Jahrzehnten bestehende Kontakt zur deutschen Privatschule „Colegio Alemán“ ermöglichte dem Orchester nicht nur ein großartiges Konzert auf der Bühne des „Centro Civico de Miralbueno“ – einem Konzertsaal in einem nicht weit entfernten Gemeindezentrum – zu spielen, sondern auch zahlreiche neue Bekannt- und Freundschaften zu knüpfen. Während manche Musikerinnen und Musiker in Familien waren, die sie schon von der letzten Fahrt kannten, war es für andere neu, das aufregende Abenteuer des bisher unbekannten spanischen Alltags so hautnah und authentisch mitzuerleben.
Zusätzlich zum Konzert stellte das Orchester außerdem den jüngeren Schülerinnen und Schülern des Colegio Aleman ihre Instrumente vor, und einige Spanierinnen und Spanier spielten sogar beim Konzert „Ode an die Freude“ von Beethoven und „Land of hope and glory“ von Edward Elgar gemeinsam mit dem Orchester zusammen.
Doch auch die spanische Kultur und Geschichte kam nicht zu kurz: Fabian Rachid, ein Lehrer des Colegio Aleman, führte das Orchester sachkundig durch die Stadt und erläuterte ausführlich die immense Bedeutung Zaragozas für die spanische Geschichte. Außerdem wusste er genau, wo die besten Churros zu finden sind…
Das letzte Konzert der Tournee war dann in der „Stadt mit Meer“ – Barcelona. Wie bei der letzten Fahrt trat das Orchester in und vor der großen Markthalle „Mercat de la Boqueria“ auf, und verband so auf beeindruckende Art und Weise Kunst und Alltag. Viele Menschen hielten für einen Moment inne und ließen die Musik wie eine Oase inmitten des großen Trubels auf sich wirken. 
„Eine Fahrt, an die wir uns alle sicherlich lange erinnern werden“, so formulierte es Jens Velten, dienstältester Dirigent des Orchesters auch im Namen des Leitungsteams, dem außerdem Cornelia Gödicke, Carolin Ratz und Dr. Florian Ilge angehören. Mit unglaublicher Kraft und Geduld haben unsere Lehrkräfte diese Fahrt organisiert und begleitet und so dem Orchester diese wertvollen Erlebnisse und Erfahrungen ermöglicht.
Ganz besonders würdigten die Lehrkräfte auch die Arbeit des Social-Media Teams des von Schülern geführten, musikspezifischen Instagram-Accounts „musikliebigschule“, dass viele Impressionen der Reise einfing und für die Daheimgebliebenen und die Öffentlichkeit zugänglich machte.
So verbindet die Musik nicht nur die Musikerinnen und Musiker untereinander, nicht nur Dirigent und Orchester, nicht nur Publikum und Künstler, nicht nur Gleichgesinnte und Gleichgesinnte, sondern alle Menschen, die die Musik auf sich wirken lassen, über alle Grenzen hinweg.
Ein Schatz, den die Schülerinnen und Schüler der Liebigschule auf dieser Fahrt nicht nur beobachten, sondern selbst erfahren konnten!
Karla Schmidt, JG 10 & Johannes Reimer, JG 11
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