Liebigschülerinnen beim MINT-Sommercamp des SFM

geschrieben von Jana Benzaglam

In den diesjährigen Sommerferien nahmen Jana und Jude Benzaglam erstmalig an den Sommercamps des Schülerinnen- und Schüler-Forschungszentrums-Mittelhessen in Marburg (kurz SFM) teil. In den Ankündigungen des SMF heißt es: „Während des Sommercamps wird unter anderem mit Mikrocontrollern, Sprachrobotern und 3D-Druckern gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler können sich sowohl praktisch als auch theoretisch mit Themen aus den Bereichen Astronomie, genetischer Fingerabdruck, Gewässeruntersuchung, Klima, mathematischer Modellierung und vielem anderen auseinandersetzen. Darüber hinaus erhalten sie die Gelegenheit, erste Schritte im Gebiet des freien Forschens zu machen.“
Alle Interessierten an den Angeboten des SMF können sich an der Liebigschule gerne an Herrn Röder wenden oder sich unter sfz-mittelhessen.de informieren.
Hier der Erfahrungsbericht von Jana und Jude:

Zunächst erhielt ich, Jana, eine E-Mail von meiner Klassenlehrerin bezüglich des MINT-Sommercamps in Marburg. Ich teilte diese Information mit meiner Schwester Jude und gemeinsam betrachteten wir die Collage auf dem Flyer. Dabei entwickelten wir großes Interesse an den angebotenen Themen.
Anschließend registrierten wir uns auf der verlinkten Webseite und erhielten einige Tage später die Bestätigung sowie das Programm. Für jeden Tag hatten wir die Möglichkeit, einen der beiden angebotenen Workshops aus den Bereichen Chemie, Biologie, Mathematik und Technik zu wählen.
Morgens fuhren wir mit dem Zug zur Elisabethschule, wo zu Beginn des Tages organisatorische Fragen geklärt wurden. Die Workshops erstreckten sich von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr und beinhalteten regelmäßige Pausen.
Am Montag konnten wir aufgrund einer Flugstornierung nicht teilnehmen, wobei wir
Robotikum Dialoge mit dem Sprachroboter Nano geführt hätten.
Am Dienstag besuchten wir das Mathematikum und bewunderten die Schickard-Rechenmaschine, die dieses Jahr ein Jubiläum feiert. Wir bastelten Napiersche Rechenstäbe und arbeiteten nicht nur mit dem originalen Nachbau der Rechenmaschine, sondern knobelten auch an ihrem System.
Am Mittwoch stand der genetische Fingerabdruck auf dem Programm. Im botanischen Garten nutzten wir ein Labor, um die Länge eines Abschnitts unserer eigenen DNA mithilfe einer Polymerasereaktion, auch als PCR bekannt, sichtbar zu machen und zu extrahieren. Dabei lernten wir faszinierende Verfahren kennen und erhielten einen umfassenden Einblick in die Mikrobiologie.
Am Donnerstag führten wir WOW!- Experimente durch. Wir besuchten die Philips-Universität in Marburg und führten Versuche zum Ottomotor, mit Trockeneis mit Hilfe verschiedener Materialien durch. Dabei hatten wir die Möglichkeit, eigenständig zu experimentieren und basierend auf unserer Logik eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.
Am Freitag durften wir in der Elisabethschule eigene 3D-Modelle mithilfe des Programms Tinkercad erstellen und diese anschließend 3D-drucken. Dies bereitete uns viel Freude. Einige von uns besuchten später das Philippinum-Gymnasium, in dem sich ein Planetarium und eine Astronomie-AG befinden. Dort bewunderten wir den Sternenhimmel und hörten einen Vortrag von einem ehemaligen Lehrer. Später am selben Tag fand ein Grillfest statt.
Täglich wurde für unser Essen gesorgt oder wir hatten die Möglichkeit, es eigenständig zu besorgen. Wir lernten Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Städten und Schulen kennen. Insgesamt genossen wir eine wundervolle und unterhaltsame Zeit miteinander.
Wir können das MINT-Sommercamp uneingeschränkt weiterempfehlen und freuen uns bereits auf das nächste Jahr mit neuen Herausforderungen.

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