dialogP an der Liebigschule Gießen
Schülerinnen und Schüler im direkten Austausch mit Politikerinnen und Politikern
geschrieben von Tabitha Pilatz
Am 24. Juni 2026 fand an unserer Schule, der Liebigschule Gießen, das Projekt dialogP statt. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinungen, Fragen und Anliegen direkt zu diskutieren.
An dem Projekttag nahmen die Klassen 11C, 11D sowie die 10B teil. Bereits in den Wochen zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auf die Veranstaltung vorbereitet. Im Unterricht wurden verschiedene politische Fragestellungen erarbeitet, diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei setzten sich die Jugendlichen mit Pro- und Contra-Argumenten auseinander und entwickelten eigene Standpunkte. Die Organisation und Vorbereitung des Projekts erfolgte durch Nils Dreßler. Zusätzlich unterstützte Ricarda Bachmann, welche ihre teilnehmende Klasse während des gesamten Prozesses begleitete.
Am Veranstaltungstag wurde zunächst die Aula für die Diskussionen vorbereitet. Nach der Ankunft der Politikerinnen und Politiker begann das Programm mit einer Vorstellungsrunde. Mithilfe von Steckbriefen stellten sich die Gäste den Schülerinnen und Schülern vor und gaben Einblicke in ihren politischen Werdegang sowie ihre Arbeit in den jeweiligen Parteien.
Zu Gast an der Liebigschule waren:
* Michelle Kraft CDU
* Arno Enners AfD
* Nina Heidt-Sommer SPD
* Julia Herz Bündnis 90/Die Grünen
* Wiebke Knell FDP
Anschließend sorgte ein gemeinsames Kahoot-Quiz für einen gelungenen Einstieg in den Tag. Die Fragen behandelten politische und gesellschaftliche Themen mit Bezug zu Hessen und ermöglichten es den Teilnehmenden, ihr Wissen zu testen und sich auf die anschließenden Diskussionen einzustimmen.
Im Mittelpunkt des Projekttages standen die Diskussionen an den sogenannten Thementischen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dabei mit fünf aktuellen Fragestellungen:
* Sollten öffentliche Verkehrsmittel in Hessen für Schülerinnen und Schüler kostenlos sein?
* Sollten Lehrkräfte jedes Jahr einen verpflichtenden Test machen, um die pädagogische, fachliche und soziale Qualität ihres Unterrichts zu sichern?
* Sollten Periodenartikel kostenlos sein?
* Sollte jede politische Entscheidung verpflichtend auf ihre Auswirkungen auf junge Generationen geprüft werden?
* Sollten Schülerinnen und Schüler mehr Einfluss auf die Gestaltung ihrer Schullaufbahn haben, beispielsweise durch freiere Leistungskurswahl oder zusätzliche Wahlmodule?
An jedem Tisch diskutierten etwa zehn Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einer Politikerin oder einem Politiker über eines der Themen. Nach jeweils zehn Minuten wechselten die Gäste zum nächsten Tisch, sodass alle Gruppen die Gelegenheit hatten, mit allen Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen. Dadurch konnten unterschiedliche politische Sichtweisen kennengelernt und miteinander verglichen werden.
Während der Gespräche wurden zahlreiche Argumente ausgetauscht, Fragen gestellt und verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Besonders wertvoll war dabei die Möglichkeit, politische Positionen nicht nur aus den Medien kennenzulernen, sondern direkt mit den jeweiligen Vertreterinnen und Vertretern zu besprechen. Die offene Atmosphäre ermöglichte einen respektvollen Austausch und zeigte, wie wichtig politische Beteiligung und Meinungsbildung für eine demokratische Gesellschaft sind.
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der Diskussionen ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler stimmten über die einzelnen Fragestellungen ab, sodass die Meinungsbilder der Gruppen in Prozentzahlen dargestellt werden konnten. Dadurch entstand ein Überblick darüber, welche Positionen innerhalb der teilnehmenden Jahrgänge besonders stark vertreten waren.
Der Projekttag machte deutlich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Jugendlichen und Politik ist. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, ihre Ansichten einzubringen, kritische Fragen zu stellen und politische Prozesse besser zu verstehen. Das Projekt dialogP bot somit einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung an der Liebigschule Gießen und wird den Teilnehmenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
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