“Ich habe mich schon als Kind für Computer interessiert”…
… sagt Christopher Bräuer, Lehrer für Informatik und Mathematik, im Lehrerinterview mit Johann Rock, Jakob Schott und Paul Schwarz von der LieblingsAG von Dr. Silke Regin
Warum haben Sie sich entschieden, Informatiklehrer zu werden?
Das hat schon früh angefangen. Ich habe mich schon als Kind für Computer interessiert, obwohl es damals noch gar nicht viele gab. Mein erster Computer war ein C16, der war sehr langsam. Spiele musste man mit einer Kassette laden, manchmal den ganzen Tag! Später habe ich in der Schule Informatik gewählt und gemerkt, dass mir das richtig Spaß macht. Eigentlich wollte ich Mathe und Biologie auf Lehramt studieren, aber dann wurde ganz neu Informatik angeboten. Da habe ich sofort gewechselt. So bin ich schließlich Informatiklehrer geworden.
Welche Rolle spielt KI im (Informatik-) Unterricht?
KI ist noch nicht so lange richtig verbreitet. Im Unterricht spielt sie bisher keine riesige Rolle, aber ich nutze sie selbst oft, zum Beispiel beim Erstellen von Arbeitsblättern. In Informatik probieren wir gerade aus, wie man mit KI programmieren kann. In anderen Fächern wird KI von Schülern schon häufiger genutzt.
Waren Sie vor dem Lehrerberuf in der IT-Branche tätig?
Während meines Studiums habe ich im Hochschulrechenzentrum gearbeitet. Erst im Support und später auch in der Programmierung, zum Beispiel an einem Webshop. Das war sehr spannend und ich habe viel gelernt.
Sollte Informatik ein Pflichtfach sein?
Ich finde schon, dass Informatik wichtig ist, weil unsere Zukunft sehr digital ist. In manchen Bundesländern ist es schon Pflichtfach. In Hessen ist das schwierig, weil es u.a. zu wenige Informatiklehrkräfte gibt.
Was war Ihr spannendstes Unterrichtsprojekt?
Ein Projekt zum Thema “Hacking”. Wir haben gemeinsam einen Hackerangriff nachgestellt – natürlich nur in einem sicheren Schulnetzwerk. Die Schüler haben gelernt, wie Hacker vorgehen und wie man sich schützen kann. Am Ende haben wir das sogar vor Publikum präsentiert.
Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die sich für Informatik interessieren?
Am wichtigsten ist: selbst programmieren! Man lernt am besten, wenn man Dinge ausprobiert und auch Fehler macht. Man braucht Geduld, weil man manchmal lange nach kleinen Fehlern sucht.
Wird Informatik in Zukunft noch wichtiger?
Ja, auf jeden Fall. Besonders wegen KI ist es wichtig zu verstehen, wie diese Technik funktioniert. Viele nutzen KI, wissen aber nicht, wie sie eigentlich arbeitet. Das sollte man ändern.
Spielen Sie Videospiele oder haben Sie selbst welche programmiert?
Ich spiele schon seit meiner Kindheit Videospiele, heute aber nicht mehr so oft, weil die Zeit fehlt. Ich spiele zum Beispiel gerne “Battlefield”. Im Unterricht programmieren wir manchmal auch kleine Spiele, vor allem in der Oberstufe.













