5e gewinnt „Zero Waste-Challenge“

Fünf Gießener Schulen stellen sich dem Wettbewerb der Stadt Gießen

 

Liebigschülerinnen und -schüler im Gießener Unverpackt-Laden

Zwei Wochen lang konnten Schülerinnen und Schüler spielerisch ihr Wissen erweitern und erhielten Tipps, wie sie in ihrem Alltag Plastik vermeiden können. Manches ist leichtgefallen, anderes stellte eine echte Herausforderung dar. Im Rahmen der Agenda 2030 hat die Koordination für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Gießen in Kooperation mit Satu Heiland, Lehrerin an der Brüder-Grimm-Schule, und Annette Sander, Lehrerin an der Liebigschule, eine Zero Waste Challenge für die 5. und 6. Klassen in Gießener Schulen entwickelt.
Die täglichen Aufgaben konnten von den Schülerinnen und Schülern überwiegend selbstständig mit dem Smartphone bearbeitet werden, teilweise fanden aber auch gemeinsame Aktionen im Klassenverband statt. So wurde beispielsweise gemeinsam Müll gesammelt, plastikarm eingekauft und Eis aus Waffeln oder Mehrwegbehältern geschleckt. Für die gemeinsame Müllsammel-Aktion wurden alle 10 angemeldeten Klassen aus Brüder-Grimm-Schule, Liebigschule, Ricarda-Huch-Schule, Gesamtschule Gießen-Ost und Herderschule durch das städtische Ehrenamt e. V. mit Handschuhen und Müllsäcken ausgestattet.
Im Gespräch mit Projektkoordinatorin Janina Brendel erzählten die Kinder von ihren Erlebnissen bei der Bearbeitung der verschiedenen Aufgaben. „Erst seitdem ich mich durch die Challenge mit dem Thema beschäftigt habe, fällt mir auf, wie viel Müll mir auf meinem 20-minütigen Schulweg begegnet“, entrüstet sich Semjon aus der 5e der Liebigschule. Auch, dass durchschnittlich rund 390 Müllteile pro 100-Meter-Strandabschnitt gefunden werden, die vor allem aus Plastik bestehen, hat schockiert und dafür sensibilisiert im Alltag Müll zu vermeiden. Viel Spaß hatten die Kinder beim verpackungsfreien Eis essen. Taja berichtet, dass es leider bei ihrer Lieblingseisdiele noch keine Mehrwegbehälter gibt, aber die Waffel hätte besonders gut geschmeckt, weil dadurch nichts weggeworfen werden musste. Der Besuch auf dem Wochenmarkt und im Unverpacktladen kam bei den Schülerinnen und Schülern ebenfalls sehr gut an.
Bildungsdezernentin Astrid Eibelshäuser zeigt sich erfreut über die positive Resonanz: „Der Spaßfaktor darf bei solchen Aktionen nicht fehlen, so ist der Lerneffekt gleich doppelt so groß. Besonders schön finde ich, dass die Kinder im Gespräch gesagt haben, dass sie gerne nächstes Jahr wieder an einer Challenge teilnehmen möchten. Auch einige Lehrkräfte, die dieses Jahr mit ihren Klassen nicht teilnehmen konnten, haben um eine erneute Durchführung gebeten. Das zeigt uns, dass die Themen der Agenda 2030 in den Schulen für diverse Aktionen eine gute Grundlage bilden auf die wir aufbauen können“. Nächstes Jahr soll es eine Wiederholung der Zero Waste Challenge für diejenigen geben, die noch nicht teilnehmen konnten. Außerdem wird eine zweite Challenge entwickelt, die sich mit neuem Themenschwerpunkt im Rahmen der 17 Nachhaltigkeitsziele bewegt und diejenigen Klassen ansprechen soll, die bereits erfolgreich in diesem Jahr teilgenommen haben.

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