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Atrium-Cafeteria an der Liebigschule eröffnet

Geschrieben von Sabine Schuppe.

(Foto: Czernek)

„Es gibt keinen besseren Spendenzweck, als in Bildung und damit in Kinder und Jugendliche zu investieren"

Am 15. Mai konnte nach nur kurzer Bauzeit die neue Atrium-Cafeteria an der Liebigschule eröffnet werden. Erst kurz vor den Osterferien hatten die Bauarbeiten zur Umgestaltung begonnen, ungläubiges Staunen bei vielen, als die Plakate mit der Einladung zur Eröffnungsfeier hingen. Eher abwartend hatten sich auch schon viele geäußert, als im Jubiläumsjahr das „Ziel 175" ausgerufen wurde: Weil die Liebigschule ihren Schülerinnen und Schülern auch für die Zeit außerhalb des Unterrichts neben der alten und neuen Cafeteria oder der Mediathek weitere attraktive Räumlichkeiten bieten wollte – immerhin verbringen diese sehr viel Lebenszeit in der Schule – entstand die Idee einer Atrium-Cafeteria, die mit Hilfe von Spendengeldern gebaut werden sollte. So trugen viele kleine und große Spenden, von Eltern, ehemaligen Schülern und Kollegen, von Unternehmen, aber auch eingenommen bei den Veranstaltungen des Jubiläumsjahres dazu bei, dass die Atrium-Cafeteria jetzt ihrer Bestimmung übergeben werden konnte, ein in dieser Form wohl einmaliger Prozess in Hessen. Dieser zeigt, wie sehr Schule gelingen kann, wenn alle an einem Strang ziehen.
Schulleiter Dr. Carsten Scherließ und Stadträtin Astrid Eibelshäuser dankten bei der Einweihung allen Beteiligten: den Eltern, Schülern, Lehrern, Freunden und Sponsoren. Besonderer Dank galt den Architekten „Rohrbach & Schmees", die professionell und engagiert die Verwirklichung des „Ziels 175 – mehr Raum für Kinder" verwirklichten.
Das kleine Einweihungsfest wurde musikalisch durch die Jüngsten mit dem Chor 5/6 und durch den Abiturienten Nils Henry Kasten musikalisch umrahmt. Kuchen und Finger-Food steuerten die Eltern bei und kurz vor ihrem letzten Schultag waren auch viele als „Helden der Kindheit" verkleideten Abiturienten mit dabei.
Das Raumkonzept der neuen Atrium Cafeteria bildet mit den vier „Quartiers" das Schulprofil ab: Das Quartier mit den Tischtennisplatten steht für Sport und Gesundheit, es gibt einen Flügel, der zum Musikmachen einlädt, Fotografien aus europäischen Ländern und Sofas, die zum gemütlichen Gedanken-Austausch einladen, sollen die Sprachen an der Lio symbolisieren und die Pflanzen und der „Natur-Biergarten" stehen für MINT. Im Zentrum der Cafeteria steht unübersehbar eine Litfasssäule mit Fotos aus dem Jubiläumsjahr, in dem das Geld für das ambitionierte Projekt gesammelt wurde. Aber noch ist die Atrium-Cafeteria nicht ganz fertiggestellt. Im Sommer wird der 2. Bauabschnitt eingeleitet – mit finanzieller Unterstützung des Schulträgers soll ein neuer Boden die alten Betonplatten ersetzen. „Wir wollen nicht über die knappen Kassen lamentieren, jammern und klagen, sondern selbst anpacken": Hier werden im Rahmen einer großen Aktion Oberstufenschüler, Eltern und Kollegen den alten Boden ausbauen. Und dann, im Spätsommer, wird dann richtig gefeiert bei einem Festabend mit allen Sponsoren.

(Foto: Czernek)

 

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Georg Büchner, Gießen und die Lio

Geschrieben von Annette Richter.

Einen sehr unterhaltsamen Vortrag erlebte der Jahrgang 8 am 13. Mai 2013 in der Neuen Cafeteria. Prof. Dr. Günther Oesterle, inzwischen emeritierter Professor für Neuere deutsche Literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und ausgewiesener Büchner-Experte, erzählte spannend und kenntnisreich aus dem Leben des in der Nähe von Darmstadt geborenen Georg Büchners.
Oesterle nahm die Jugendlichen mit auf eine Art „Zeitreise" – immer wieder sollten sie sich vorstellen, wie es ihren Ururgroßeltern wohl zu dieser Zeit ergangen wäre. Kaum vorstellbar für heutige Verhältnisse, dass der Landesherr damals darüber bestimmen konnte, an welcher Universität die jungen Männer studieren mussten. Georg Büchners Vater schaffte es, dass sein ältester Sohn Georg nicht wie alle anderen seines Jahrgangs nach Gießen musste, sondern zunächst vier Semester in Straßburg studieren durfte. Zwar musste er danach doch in das „mittelmäßige" Gießen ziehen, fand aber Gleichgesinnte, mit denen er den „Hessischen Landboten" verfasste. Diese aufrührerische Schrift führte aber schließlich dazu, dass er per Steckbrief gesucht wurde und über einen Umweg über Darmstadt wieder zurück nach Straßburg floh.
Mit nur 23 Jahren starb Georg Büchner in Zürich an Typhus. Und den Schülerinnen und Schülern blieb nach diesem Vortrag ein sehr lebendiger Eindruck eines jungen Mannes, der seiner Zeit in vielem voraus war.
Ein großer Dank geht an Prof. Oesterle, der es verstand, durch geschicktes Einbeziehen der Schülerinnen und Schüler den Menschen hinter den literarischen Texten und historischen Quellen lebendig werden zu lassen.

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Liebigschülerin gewinnt den Mathematikwettbewerb auf Kreisebene

Geschrieben von Dr. C. Scherließ.

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Anna Hochscheid aus der 8 c der Liebigschule hat den 1. Platz im Kreisentscheid des Mathematik-Wettbewerbs des Landes Hessen gewonnen. Schulleiter Dr. Carsten Scherließ und Mathematiklehrer Volker Reichard überreichten der erfreuten Siegerin die Urkunde. Auch die anderen Schulsieger der Liebigschule konnten sich auf vorderen Rängen platzieren: Felix Auringer, Jonathan Knaus, Marco Grohmann und Michael Ullrich.
Anna Hochscheid hat sich mit diesem Erfolg für die Endrunde in Hessen qualifiziert, die am 22. Mai in Wetzlar stattfinden wird. Dort wird im Anschluss unter Mitwirkung von Vertretern des Kultusministeriums und des Arbeitgeberverbandes HESSEN METALL auch die Kreissiegerehrung sattfinden.
Der Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen wird für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen als dreistufiger Klausurwettbewerb durchgeführt. Alle hessischen Schulen sind gemäß Erlass zur Teilnahme verpflichtet.

 

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Prix des Lycéens Allemands 2013

Geschrieben von Katja Savcenko.

Der Leistungskurs Französisch hat auch in diesem Jahr wieder an einem deutsch-französischen Literaturpreis mitgewirkt, bei dem es darum geht, aus vier in Frankreich kürzlich erschienen Jugendbüchern einen Favoriten zu wählen.

Von den vier ausgewählten Veröffentlichungen wird zunächst auf Schul-, später auf Landes- und letztlich auf Bundesebene ein Favorit bestimmt. Das Preisträgerbuch wird immer auf der Leipziger Buchmesse gekürt, ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht.

Wir standen also im LK F vor der nicht einfachen Aufgabe, vier französische Bücher zu lesen und zu verstehen. Jeder von uns hat zu einem Werk ein Lesetagebuch erarbeitet. Ich habe mich intensiv mit dem Buch Désobéis! von C. Léon beschäftigt. Zunächst fiel es mir wegen des komplizierten Vokabulars und des Buchaufbaus schwer, mich einzuarbeiten. Im Unterschied zu den anderen Romanen geht es bei diesem Werk nicht um eine zusammenhängende Geschichte, sondern um viele ungewöhnliche Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen und zur friedlichen Rebellion auffordern.

An einem Jury-Tag der Lio Mitte Januar stellten die jeweiligen Arbeitsgruppen die Bücher sehr anschaulich vor und debattierten über einen Favoriten. Die Werke thematisieren die Erfahrung von Grenzsituationen, das Erwachsenwerden, das Hinterfragen gesellschaftlicher Zwänge und die gewaltfreie Auflehnung dagegen.
Meine Arbeitsgruppe konnte nicht die nötigen zwei Drittel des Kurses auf ihre Seite bringen. Erst nach einigen Debatten und zwei Wahlgängen kamen wir zu dem Entschluss, das Buch Un cargo pour Berlin von Fred Paronuzzi als unseren Favoriten für die Landesjury zu küren. Dabei handelt es sich um die leidvolle Flucht einer jungen Afrikanerin, die sich mit Hilfe von illegalen Schleusern auf den gefährlichen Weg von Afrika nach Europa macht, um einer Zwangsverheiratung zu entgehen. Auch wenn die Protagonistin aus einem uns fremden Umfeld kommt, ergaben sich viele inhaltliche Aspekte, mit denen wir uns identifizieren konnten.

Jetzt brauchten wir noch einen Schülervertreter für die Landesjury in Wiesbaden, wozu ich mich bereit erklärte. Am 21. Februar haben Frau Letourneur und ich als Vertreterin des Leistungskurses Französisch an der hessischen Landesjury in der Elly-Heuss-Schule in Wiesbaden teilgenommen. Die Schülervertreter der 57 teilnehmenden hessischen Schulen haben zunächst in kleinen Gruppen gearbeitet, danach haben 16 gewählte Schüler vor dem Publikum debattiert. Auch ich durfte vorne mitdiskutieren, alles auf Französisch selbstverständlich. Unübersehbar war die Überzahl der Mädchen, die auch in unserem LK wiederzufinden ist. Vor dem Publikum wurde sehr unterschiedlich präsentiert, heftig debattiert und schließlich abgestimmt. Der hessische Favorit wurde das Buch Le monde dans la main von Mikael Ollivier, eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die nun als der hessische Favorit bei der Bundesjury auf der Leipziger Buchmesse von einer gewählten hessischen Schülerin präsentiert wird.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich den Tag in Wiesbaden sehr interessant fand. Es war schön, Jugendliche kennenzulernen, die alle viel Interesse an der französischen Sprache hatten und mit denen man in einer Stunde etwas Präsentables „auf die Beine stellen" und anschließend mit allen auf Französisch diskutieren konnte. Ein umgekehrter Wettbewerb wird übrigens in Frankreich mit deutscher Jugendbuchliteratur durchgeführt.
Für den gesamten Leistungskurs war das Projekt eine neue Erfahrung, die unsere Lesekompetenz in der Fremdsprache sicherlich gestärkt hat.

Katja Savcenko (2. von rechts) vertritt mit ihrer Arbeitsgruppe in der Elly-Heuss-Schule in Wiesbaden den Buchtitel „Désobéis!" von Christopher Léon.

 

Impressionen des LK Französisch Q1 am schulinternen Jurytag der Lio:

Es stellten vor:

Filiz, Elissa, Celine, Kathrin u. Hendrik - Le monde dans la main von Mikaël Ollivier

 

  Melanie, Annika, Marie, Lisa u. Kirsten - Un cargo pour Berlin von Fred Paronuzzi

 

Marlene, Milena, Kastania, Sophie Festina u. Emilia - La fille sur la rive von Hélène Vignal

 

Leonie, Katja, Silas und Rebecca - Désobéis ! von Christophe Léon

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Hacker an der Liebigschule

Geschrieben von awb: Gießener Allgemeine.

Informatikkurs simuliert Gefahren für Computersicherheit

Gießen (awb). Herr Steinbach ist Online-Redakteur. Er arbeitet am Blog des Unternehmens »firma.de«. Donnerstags gab er Abends bei aller Routine seinen Benutzernamen und sein Passwort im System ein, um Artikel und Texte zu bearbeiten. Es ist ein Tag wie jeder andere. Was Herr Steinbach jedoch nicht ahnt: Die Hacker-Gruppe »Lio« hat seinen Computer bereits unter Kontrolle, seine persönlichen Daten auf dem eigenen Schirm. Gleich werden sie sowohl den Blog, als auch Steinbachs Computer übernehmen und für ihre eigenen Zwecke nutzen. Was im ersten Moment wie ein Thriller wirkt, ist Realität. Nur handelt es sich bei den »Lio-Hackern« nicht um Kriminelle, sondern um den Informatikleistungskurs der Liebigschule, bei Herrn Steinbach um eine fiktive Figur, im Dienst einer fiktiven Firma, gespielt von einem weiteren Mitglied der Klasse. Die Schüler sitzen an einem langen Tisch an zahlreichen Notebooks. Mit einer Filmkamera werden die Ereignisse an die Wand projiziert. Kursleiter und Informatiklehrer Christopher Bräuer spricht zu einem großen Publikum aus Angehörigen der Liebigschule. Der Leistungskurs präsentiert »Hacking live«, einen Informationsabend zum Thema Computersicherheit. Zunächst erklärt der Informatiker, was es mit »Hacking« überhaupt auf sich hat: Ein Hacker dringt über ein Netzwerk in ein fremdes Computersystem ein, manipuliert dieses und nutzt es im eigenen Interesse. »Dies kann allein das Sammeln von Daten sein. Manche Unternehmen zahlen hohe Summen dafür«, weiß der Experte. Bräuer beschreibt mit seinen Schülern verschiedenste Gründe für Hacking und der Beschäftigung mit dem Thema. »Wir möchten in erster Linie lernen und uns darin schulen, Computer gerade gegen das Hacking zu schützen«, heißt es. »In der Szene würde man uns als White Hats bezeichnen.« Im Gegensatz gibt es sogenannte »Black Hats«, die im Schwerpunkt das Bild eines Hackers geprägt haben. Hier spielt der Reiz des Verbotenen, ein politisches Ziel oder finanzielle Gier eine Rolle. »Manchmal ist es aber auch blanke Zerstörungswut«, heißt es noch. Beispiele aus der Gegenwart seien die Angriffe von Hackern auf Zentrifugen im Iran. »Hier spielt deutlich Politik und Schaden eine Rolle, nicht direkt der eigene Schutz. Und da waren sicher keine Hobby-Hacker am Werk.«, betont der Kursleiter. Unseriöse Webseiten meiden Es reiche, nur die falsche Webseite zu öffnen, den Inhalt der falschen E-Mail herunterzuladen oder den falschen Taschenrechner zu verwenden. »Schon kann der eigene Computer mit Schadsoftware befallen sein.« Der Kurs demonstriert, wie er Zugriff auf eine fremde Mail-Adresse erlangt und damit Viren an alle Kontakte dieser Adresse schicken kann. »Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Mails geöffnet werden, ist hoch. Immerhin ist der Sender dem Empfänger bereits bekannt.« Das Virus spioniert nun alle Daten aus und sammelt diese auf dem System des Hackers, der sie an den Höchstbietenden verkaufen könnte. Alles live vor Ort, vor den Zuschauern, binnen weniger Minuten. Bräuer empfiehlt, unseriöse Webseiten zu meiden und E-Mails stets kritisch zu hinterfragen, bevor ein Anhang geöffnet wird. »Ist es realistisch, dass dieser Absender mir eine solche Mail schickt?« wirft der Redner in den Raum. »Lieber einmal am Telefon nachfragen, wenn man beispielsweise von einem Kollegen plötzlich via Geschäftsadresse ein Spiel gesendet bekommt!« Neben geeigneter Anti-Viren-Software solle man verantwortungsbewusst und vorsichtig mit eigenen Daten und Inhalten des www umgehen. Wo das Experiment der Schüler noch im lokalen Netzwerk in geschützten Bedingungen präsentiert wurde, seien exakt die gleichen Angriffe in der Realität allgegenwärtig. Dem fiktiven Herrn Steinbach blieb das große Unheil also erspart. »Es gibt heute mehr Computersysteme als Menschen auf der Welt«, muss man laut Bräuer aber bedenken. 80 Prozent davon seien bereits ohne Kenntnis der Nutzer mit verschiedener Schadsoftware infiziert.

Junge Hacker des Lio-Leistungskurses Informatik bei der Arbeit (Foto:awb)