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Fotos Anja Schaal www.anjaschaalfoto.de

Beiträge

Wir kochen für Kids in Namibia

Geschrieben von Moritz Rupp und Andreas Pigulla.

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„Wir kochen für Kids in Namibia“ – LIO spendet 3300€ für Katutura/Namibia

 

Die Schülervertretung der Liebigschule sammelte auf ihrem Weihnachtsbazar Geld für das Projekt „kids-soupkitchen.org“.

 

Der von der LIO-Schülervertretung geplante und durchgeführte „LIO-Weihnachtsbazar“ fand am 10.12.2009 in der Liebigschule statt. Viele Wochen der Planung für dieses Highlight des Schuljahres lagen hinter dem Organisationsteam um den Schülersprecher Moritz Rupp. Die Veranstaltung trug das Motto „Wir kochen für Kids in Namibia – www.kids-soupkitchen.org“. Ab 17Uhr konnten Eltern, Großeltern, Geschwister, Lehrer und natürlich die Schüler selbst sich ihren Weg durch eine prächtig weihnachtliche geschmückte LIO bahnen. Insgesamt gab es stolze 41 verschiedene Stände zu besichtigen, an denen die unterschiedlichsten Dinge feil geboten wurden: Es gab einen Infostand zum Projekt „kids-soupkitchen.org“, zahlreiche Essensstände, aber auch viele Stände an denen es Foto- oder Bastelartikel zu kaufen gab. Am Ende des Abends wurde durch den Verkauf die grandiose Summe in Höhe von 3.300,- €  gespendet.

 

Der Schülerrat der LIO hatte sich im Vorfeld dazu entschlossen, dass sämtliche Einnahmen dieses Abends für einen wohltätigen Zweck gespendet werden soll. Der Kontakt zum Projekt in der namibischen Hauptstadt Windhoek kam durch Verbindungslehrer Andreas Pigulla zustande, der das Projekt selbst vor Ort kennen gelernt hatte und den Schülern die Möglichkeit aufzeigte, dass man dort mit schon mit wenig Geld vielen Kindern direkt helfen kann.

 

In Windhoek gibt es in der Peripherie eine Stadt aus Blechhütten. Unter südafrikanischer Herrschaft wurde mit den Arpartheidsgesetzen dieser Township aus dem Boden gestampft und alle dunkelhäutigen Bewohner zwangsweise dorthin umgesiedelt. Die Bewohner tauften ihren Stadtteil „Katutura“, was aus der Sprache der Ovambo übersetzt bedeutet, „Platz, an dem wir nicht leben wollen“. Heute leben ca. 150.000 Menschen dort und jeden Tag werden es durch die Landflucht aus dem Norden Namibias, aber auch wegen der Flüchtlingswellen aus Zimbabwe und Angola mehr. Selbstbewusst nennen die dort lebenden Menschen das lebendige Viertel heute auch „Matutura“ – „Der Ort, an dem wir gerne leben wollen“. Trotzdem ist in dem Stadtteil die drastische Armut und das Leid der dort lebenden Bevölkerung offensichtlich. Im ganzen Viertel gibt es nur eine Handvoll sanitäre Anlagen. Nach offiziellen Zahlen hat nur jeder Dritte Zugang zu Grundschulbildung, die Arbeitslosigkeit liegt bei 50% und jeder Vierte ist HIV-Positiv.

 

Mitten in diesem Elend wurde vor etwa vier Jahren ein Selbsthilfeprojekt von Jugendlichen gegründet. Selbst als Waisen auf den Straßen Katuturas aufgewachsen hatten diese die Idee zu einer Suppenküche für Kinder aus dem Viertel. Die Jugendlichen waren der Meinung, dass sie etwas tun müssten, damit die vielen Kinder einen Ort des Rückzuges aus dem Elend haben.

 

Aus einer Idee wurde Wirklichkeit und nun kochen diese jungen Menschen zweimal die Woche einfache Mahlzeiten für die Kinder, von denen ein Großteil als Waisen auf der Straße lebt, deren Eltern drogensüchtig oder HIV-Positiv sind. Die Jüngsten sind gerade mal ein Jahr alt.  Vor dem Essen haben die Kinder Gelegenheit sich zu waschen, nach dem Essen können sie mit Spielsachen spielen und erhalten Hausaufgabenhilfe bzw. Schulmaterialien. Die Organisatoren veranstalten regelmäßig Theateraufführungen, auch in Form von Aufklärungskampagnen gegen Drogenkonsum oder den HI-Virus. Am Wichtigsten ist jedoch, dass die Kinder für einige Stunden in der Woche Zuwendung, Nahrung und Geborgenheit erfahren.

 

Insgesamt erhalten, dank den privaten Spendern aus dem In- und Ausland, zweimal die Woche etwa 250 Kinder, eine einfache Mahlzeit. Der ferne Traum der Jugendlichen ist es ein eigenes Gemeindezentrum zu kaufen um noch mehr Kindern jeden Tag helfen zu können.

  

Die Nachricht, dass das Projekt die erzielte Summe erhalten wird, hat dort ungläubiges Staunen und große Freude hervorgerufen. Zur Scheckübergabe, die ein Lehrer der Deutschen Höheren Schule, Herr Gnau,  in Windhoek stellvertretend für die LIO begleitete, erschien nicht nur die lokale Presse, sondern auch das namibische Fernsehen. Immerhin können mit dem Geld der Liebigschule über acht Monate lang an zwei Tagen in der Woche je 250 Mahlzeiten zubereitet werden. Die gespendeten 3.300€ entsprechen umgerechnet 33.500 Namibischen Dollar und sind für Katutura unvorstellbar viel Geld.

 

Das Projekt „kids-soupkitchen.org“, aber auch die LIO-Schülervertretung bedankt sich außerordentlich herzlich bei allen beteiligten Schülern und insbesondere bei den vielen namenlosen Spendern, die diesen großen Erfolg ermöglicht haben, um viele Kindern eine Freude zu machen. Der namibische Fernsehbericht sowie ein Dankesschreiben der Initiatoren wird den LIO-Schülern demnächst in der Cafeteria präsentiert.

 

Autor: Moritz Rupp / Andreas Pigulla

 

 

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