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Jedes Jahr im Frühjahr nehmen Schülerinnen und Schüler der Liebigschule an einem USA-Austausch teil, der von der Austauschorganisation The Friendship Connection, Inc. organisiert wird. Für vier Wochen leben sie in einer amerikanischen Familie, die eine(n) Jugendliche(n) etwa gleichen Alters hat, und besuchen mit ihm/ihr eine amerikanische High School. Einige der Austauschpartner kommen zu einem Gegenbesuch im Sommer und werden dann in den Familien der Austauschteilnehmer untergebracht.
Fragen und Antworten: Wer? Was? Wann? Wo?
Wer darf an dem Austausch teilnehmen?
Teilnahmeberechtigt sind Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Ihr solltet ein besonderes Interesse für die USA und den Austausch mit einer amerikanischen Gastfamilie mitbringen.
Wer ist Ansprechpartner für den Austausch?
Frau Reuther ist Ansprechpartnerin für den Austausch.
Gibt es einen Anmeldeschluss? Wie melde ich mich an?
Im Herbst werden über die Englischlehrerinnen und -lehrer sowie über Aushänge in der Schule Informationen und Anmeldeformulare verteilt.
Schülerberichte: USA-Austausch 2010
Amerika – Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Ein Bericht von Antonia
Als ich neun Stunden im Flieger saß, auf dem Weg nach Amerika, hatte ich noch nicht viel Ahnung, was mich erwarten wird. Es gibt viele Vorurteile gegen Amerikaner, wie z.B.:
Sie essen zu viel und zu fett, fahren wie Raudies in zu großen Autos oder sind prüde und verklemmt.
Ich will nun mal ein bisschen erzählen, was ich in der Zeit erlebt habe und wie kurz einem ein solcher Monat vorkommt.
Meine Gastschwester ist ein Jahr älter als ich und hat noch zwei kleine Adoptivschwestern, die vier und fünf Jahre alt sind. Die Familie war super herzlich und hat mich behandelt wie ein Mitglied. Ich wurde überall hin mitgenommen, durfte benutzen, was ich wollte, und hatte mein eigenes Zimmer. Das Haus meiner Familie sah aus wie ein typisches amerikanisches Haus. Und die ganze Straße wirkte wie in Desperate Housewives. Generell sah alles ganz anders aus wie hier. Die Straßen waren riesig, die Häuser weiß weg und um einmal bis zu einer grünen großen Fläche zu kommen, dauerte es ewig.
Die Schule ist auch komplett anders: Jeder Lehrer hat sein Klassenzimmer mit Schreibtisch, Kinderfotos und Teppichen. In jedem Raum gab es Computer, Beamer und andere technische Geräte. Ich durfte mir meinen eigenen Stundenplan zusammenstellen und hatte so interessante Fächer wie Fotografie oder Keramik. Aber auch Algebra und Deutsch und vieles mehr. Es gab eine große Auswahl an Fächern, die man wählen konnte.
Amerika ist jedem zu empfehlen. Es ist spannend neue Menschen kennenzulernen und andere Kulturen zu erleben. Man kann viel lesen oder hören, aber erleben ist das beste. Alles war so groß und aufregend, ich hab so viel gesehen und erlebt und will unbedingt wieder da hin.
Mein Englisch ist viel besser geworden, weil ich Englisch in natura gehört habe und keine andere Möglichkeit hatte, mich zu verständigen. So musste ich versuchen zu beschreiben, was ich brauche.
In Amerika ist aber auch sehr vieles anders und ungewohnt. Jede noch so kleine Strecke wurde mit dem Auto zurückgelegt, was mich als aktiven Fahrradfahrer gewisse Überwindung gekostet hat. Wir haben zum Frühstück auf dem Schulweg warme Donuts gegessen und mittags und abends waren wir in Restaurants. Das Essen an sich war zuerst erschreckend viel und fettig, aber auch das war schnell vorbei. Zu jeden erdenklichen und unerdenklichen Sachen gab es Erdnussbutter und zu jedem Süßkram was salziges. Meine Vorurteile haben sich aber zum größten Teil erfüllt. Amerikanisches Fahrverhalten ist nicht zu entschuldigen und von dem Essen habe ich zugenommen. Aber prüde und verklemmt war meine Familie nicht. Sie waren sehr offen und freundlich.
Ich habe in meiner Zeit dort so viel erlebt und der eine Monat war nicht genug Zeit, um alles zu sehen. Im nächsten Jahr will ich unbedingt wieder dort hin. Die Reise lohnt sich und ist absolut zu empfehlen. Zu meiner Schwester habe ich immer noch Kontakt und freue mich, wenn sie mich endlich besuchen kommt und ich ihr Deutschland und seine Schönheit und die kleinen Mankos zeigen kann.
Meine Ausflüge
Von Sebastian Fink (10f)
Während meines Aufenthaltes in Amerika habe ich mit meiner Gastfamilie verschiedene Ausflüge gemacht, welche allesamt viel Spaß gemacht haben.
An den Wochenenden haben wir kleinere Ausflüge, unter anderem in verschiedene Parks, unternommen und in den Ferien sogar eine Zweitages-Reise gemacht.

Wir haben San Diego Downtown besucht, dort zeigten sie mir die Stadt und den Hafen mit den verschiedenen Pieren. An einem Pier sind wir auf Museumsschiffe gegangen und haben uns auf ihnen umgesehen. Dies war sehr interessant und eines der Museumsschiffe, der Flugzeugträger „USS Midway“, war sogar bei der „Desert Storm“ Mission im Golfkrieg dabei. Das alte Segelschiff „Star Of India“ ist 21-mal um die Welt gesegelt.
Ebenfalls waren wir in verschiedenen Parks wie dem San Diego Zoo, „Sea World“ und den Freizeitparks „Disney’s California Adventure“ und „Disney Land“. Dort hatten wir eine Menge Spaß.
Im Zoo waren viele Arten von Tieren und Shows. Manche der Tiere gibt es in deutschen Zoos nicht und der Zoo war sogar so groß, dass darin Sightseeingbusse fahren. In „Sea World“ waren ebenfalls viele Tierarten und sogar Wildwasserbahnen. Die Freizeitparks „Disney’s California Adventure“ und „Disney Land“ sind direkt gegenüberliegend. In „Disney Land“ waren leider fast nur Attraktionen mit Märchennamen für kleinere Kinder wie z.B. „Peter Pan“, „Winnie Pooh“ und „Schneewittchen“. Es gab aber auch Fahrgeschäfte wie „Indiana Jones“ und „Fluch der Karibik“ für Jugendliche. Der Freizeitpark „Disney’s California Adventure“ war eher für Jugendliche geeignet, denn hier gab es eine coole Achterbahn, einen Freefall-Tower, Wildwasserbahnen und viele andere coole Sachen. Leider hatte man, bevor man etwas benutzen konnte, lange Wartezeiten von etwa 60 Minuten.

An einem anderen Wochenende sind wir zusammen mit dem Segelboot meiner Gastfamilie angeln gefahren. Zuerst sind wir ein bisschen auf den Ozean hinausgefahren und haben dann begonnen zu angeln. Das war mal etwas total anderes. Ich war nämlich noch nie angeln und dann auch noch gleich auf dem Ozean. Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es 4 Stunden gedauert hat und wir zusammen nur 2 Fische gefangen haben. Einen Fisch habe ich gefangen.
In den Ferien haben wir eine Zweitagesreise gemacht. Wir reisten in das Skigebiet „Mammoth Lakes“. Die Fahrt dorthin dauerte ca. 8 Std. und war sehr anstrengend. Zum Glück hatten sie in ihrem Auto Strom und wir konnten einen Fernsehapparat mitnehmen. Das Gebiet um Mammoth herum war sehr schön und wir sind oft gewandert. Als wir aber die Bergspitze des höchsten Berges besuchen wollten, haben wir den Lift benutzt, weil das unmöglich gewesen wäre dort hoch zu laufen. Wir sind aber kein Ski gefahren, weil ich keine Ski Ausrüstung hatte.
Auf dem Weg nach Hause sind wir durch das „Death Valley“ gefahren, weil man mir zum Kontrast zu den schneebedeckten Bergen auch einmal die Wüste zeigen wollte. Es war erstaunlich, wie weit man dort nur Sand und Erde sieht.
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