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Stadt der jungen Forscher -- Lio-Projekte waren sehr gefragt |
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Geschrieben von: Martin Kotulla
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Freitag, den 02. Juli 2010 um 00:00 Uhr |
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Gießen wurde "Stadt der jungen Forscher 2010". Diese Auszeichnung wird gemeinsam von der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Deutsche Telekom Stiftung an Städte verliehen, die Kooperationen von Schule und Wissenschaft fördern und dieses Engagement intensivieren möchten. Schülerinnen und Schüler der Liebigschule waren bei diesem Wissenschaftsfestival mit 4 Projekten vertreten. Die Ergebnisse ihrer Projekte konnten sie gleich bei zwei Anlässen präsentieren. Am Freitag, den 28.5., entstanden während der Fachtagung „Keine Angst vor Wissenschaft“ rege Diskussion zwischen den Schülerinnen- und Schüler und den Tagungsteilnehmern. Am Sonntag, den 30.5., fand als Höhepunkt das Abschlussfestival am Kirchplatz mit sehr großer Publikumsbeteiligung statt. Im Anschluss werden die einzelnen Projekte kurz beschrieben:
Weltraumforschung in Gießen

Daniel Sieben (links) und Niels Wagner (Mitte) aus dem 12er Physik LK holten den Weltraum für ihr Forschungsexperiment nach Gießen. Sie konstruierten eine mobile Weltraumsimulationskammer, um die Funktionsfähigkeit von Ionentriebwerken zu testen, welche in der Raumfahrt zum Manövrieren von Satelliten eingesetzt werden. Bei dem Bau der Anlage und der elektrischen Geräten sowie bei der Dokumentation der Arbeitsergebnisse kooperierten sie mit der Abteilung für Ionentriebwerke des I. Physikalischen Instituts der Justus-Liebig-Universität Gießen und wurden vom Lehrer Markus Ketter unterstützt. Auf dem Bild werden sie gerade vom HR interviewt.
Paralleles Rechnen am Beispiel von Raytracing, der Technik hinter Filmen wie Avatar

Immer schneller und leistungsfähiger sollen die Computer heute sein: von Null auf 100 in nur drei Sekunden beschleunigen und mehrere Programme gleichzeitig ausführen können. Wie das technisch und mathematisch möglich ist, fragten sich Schüler aus dem 12. und 13. Jahrgang und untersuchen die jüngste Revolution auf dem Computer-Markt: die Mehrkernprozessoren. Diese ermöglichen den Zugriff auf mehrere Prozessorkerne und erhöhen im Vergleich zu einem Einzelkernprozessor die Leistungsfähigkeit eines Computers, indem mehrere Aufgaben gleichzeitig durchgeführt werden. Durch dieses „parallele Rechnen“ werden mehrere Programme für den Anwender zeitgleich nutzbar. Die drei Schüler, Max Weigel (Jg. 13), Kjell Braden (Jg. 13) und Florian Brandherm (Jg. 12) aus den Informatik Leistungskursen, beschäftigten sich mit den Grundlagen und erarbeiteten in Zusammenarbeit mit dem Hochschulrechenzentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen die technischen Vorraussetzungen für den Einsatz von Mehrkernprozessoren. Das Hochschulrechenzentrum stellte dabei den neuen Hochleistungsrechner „Skylla“ zur Verfügung, in dem 80 Vierkern- bzw. 80 Sechskern-Prozessoren, also insgesamt 800 Kerne, arbeiten. Als Beispiel suchten sich die Schüler das Thema "Raytracing" aus, welches das Paradebeispiel für paralleles Rechnen ist. Sie entwickelten ein eigenes Raytracing-Programm, mit dem sie Bilder und auch Animationen erstellen konnten.
Dem Unsichtbaren auf der Spur

Der Mobilfunkstrahlung auf der Spur waren Fiona Lüdecke und Katharina Czaja (links) - zwei Schülerinnen des Jahrgangs 12. Sie testeten mit einem Hochfrequenzmessgerät die Stärke der Funkstrahlungen in ihrer täglichen Umgebung: Sendet das Handy stärker als der Funkmast nebenan, oder umgekehrt? Und hängt das vielleicht auch vom eigenen Nutzerverhalten ab? Weiterhin haben sie ermittelt, wie man eine mögliche Strahlenbelastung verringern kann ohne die Funktionsfähigkeit der Geräte einzuschränken. Dabei haben sie im Handel angepriesene Mittel zum Strahlenschutz auf den Prüfstand gestellt: mit durchaus unterschiedlichen Resultaten. Begleitet wurden sie bei der Messung und Interpretation ihrer Ergebnisse durch Johannes Rahm und Prof. Dr. Joachim Breckow vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz der Fachhochschule Gießen-Friedberg und durch den Lehrer Martin Kotulla.
Baumartenvielfalt im Philosophenwald
Durch den Philosophenwald bei Gießen tobte im Sommer 2008 eine Windhose und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. In welchem Maße die auf natürliche Weise entstandenen Freiflächen und Lichtschächte wieder bewachsen, haben die Schülerinnen und Schüler der Liebig-Schule Gießen untersucht. Im Rahmen des Projekts bestimmen sie nicht nur die Anzahl und die Artenvielfalt der nachwachsenden Bäume sowie deren Wuchs, sondern beobachten zudem das Konkurrenzverhalten der Pflanzen. Dabei kommt neben Bestimmungsbüchern, Maßband und Luxmeter auch modernste Technik zum Einsatz. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem privaten Institut für Tierökologie und Naturbildung durchgeführt.
 
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Liebigschüler beim Känguru-Wettbewerb wieder erfolgreich |
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Geschrieben von: Markus Ketter
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Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 21:49 Uhr |
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Etwa 825 000 Jugendliche nahmen dieses Jahr in Deutschland an dem internationalen Mathematikwettbewerb teil. Wieder war die Liebigschule mit 379 Schülerinnen und Schülern besonders stark vertreten. Für diese hohe Beteiligung erhielt die Liebigschule schon das zweite Jahr in Folge einen Sonderpreis. Aber nicht nur die Teilnehmerzahl auch die erzielten Ergebnisse beeindruckten. 36 Schüler erzielten so gute Ergebnisse, dass sie mit einem ersten, zweiten oder dritten Preis ausgezeichnet wurden.

Die höchste Punktzahl erreichte Vincent Gunawan (7a) mit hervorragenden136,25 Punkten. Neben ihm erhielten Caroline Kenntemich, Marcel Prepens, Simeli Nohman, Maria Savcenko, Leonard Knaus, Felicitas Brückmann, Christian Endl und Leonard lsberner einen ersten Pries.
Zweite Preise gewannen David Berthold, Felix Auringer, Irina Priesner, Wiebke Rothhardt, Michele Jost, Tobias Wagner, Annabelle Ebbert, Sarah Engel, Elsa Meurer, Svenja Borgmann sowie Eike Foede.
Lara Carolin, Hilbert Franz Oehler, Leon Rehmke, Tammo Goebel, Anne Kullek, Lisa Koerber, Kerstin Thölke, Jonas Felderhoff, Noah Böhm, Katrin Lenz, Ilka Goldammer, Marielle Bilderbeek, Yauhen Kamarouski und Benjamin Arnold und Celine Magnus durften sich über einen dritten Preis freuen.
Irina Priesner und Leonard Knaus konnten gleich zweimal jubeln. Sie hatten die meisten richtigen Fragen hintereinander beantwortet und bekamen für den „weitesten Känguru-Sprung“ ein Mathekänguru-T-Shirt.
Die Belohnung für so außergewöhnliche Leistungen gab es bei der Siegerehrung am 21.06.2010. Neben einer Urkunde überreichten Schulleiter Dr. Scherließ und der betreuende Mathematiklehrere Herr Ketter den erfolgreichen Teilnehmern Spiele, Bücher und Experimentierkästen zum Weiterknobeln und Forschen.
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Comenius Projekt 2010-2012 genehmigt |
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Geschrieben von: Uwe Kraffert
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Dienstag, den 29. Juni 2010 um 22:55 Uhr |
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Seit dem 24. Juni ist alles klar – die Liebigschule kann die Kooperation mit sechs weiteren Schulen in Spanien, Italien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien und der Türkei aufnehmen.
Und die ersten Besuche gab es auch schon. José Griñán, Comenius Koordinator der IES HORT DE FELIU in Alginet, nutzte zusammen mit seiner Kollegin Beatriz Naharrro eine Dienstreise nach Deutschland für einen Abstecher nach Gießen, um die Projektdetails und andere Möglichkeiten der Kooperation auszuloten. Dazu gehört auch die Möglichkeit eines Schüleraustausch mit der IES in Alginet.
Da lag es nahe eine Probe der Orchester der Liebigschule und dem aus Zaragoza zu besuchen, Joachim Sieben stellte die Arbeit in den Naturwissenschaften vor und Mitglieder der Fachschaft Spanisch zeigten die schönsten Plätzchen im sommerlichen Gießen.
Zielvereinbarungen wurden getroffen, unterschiedliche Arbeitsbedingungen besprochen und Fragen geklärt. Die Organisation innerhalb der Liebigschule kann volle Fahrt aufnehmen.
Die Liebigschule Gießen startet auf Initiative der Fachschaft Spanisch mit dem fächerübergreifenden Comenius-Projekt »Jugend – früher und heute«.
Überall in Europa lernen Schülerinnen und Schüler Englisch, Spanisch, Französisch und andere moderne Fremdsprachen. Was liegt da näher, als sich mit anderen Schulen in Europa zusammenzuschließen, um gemeinsam Themenbereiche zu bearbeiten?
Die Liebigschule wird mit diesem Projekt im August 2010 beginnen. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 – 11 (G8) - unter anderem auch im Wahlunterricht Spanisch - werden sich mit dem Thema „Jugend – früher und heute“ befassen.
Ebenso vielschichtig wie das Thema sind die Themenfelder, die bearbeitet werden können: Freizeitgestaltung, Musik, Gesundheit, Mode und Dresscodes, Literatur, Kommunikation, .... also alle Felder, die Jugendliche für sich in besonderer Form reklamieren.
Anhand von Interviews, Bildern, Film- und Musikclips und selbst verfassten Texten soll eine Dokumentation entstehen, die mit anderen europäischen Schulen und mit Hilfe von Internetplattformen ausgetauscht wird. „Arbeitssprache“ wird Englisch sein.
Um eine möglichst große Informationsbreite zu erhalten und möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Mitarbeit zu ermöglichen, möchten wir das Projekt fächerübergreifend anlegen. Deswegen sollen auch Fächer, wie z.B. Geschichte, Politik und Wirtschaft, Religion etc. aber auch naturwissenschaftliche Fächer eingebunden werden.
Mit unseren Partnerschulen aus allen Teilen Europas, mit denen wir uns austauschen, können wir mit kleinen Gruppen besuchen, um Ergebnisse auszutauschen. Natürlich kommen Schülergruppen auch nach Gießen.
Schülerinnen und Schüler, die Interesse an diesem Projekt haben (das kann insbesondere auch für CertiLingua von Bedeutung sein) können sich mit uns in Verbindung setzen.
Susanne Jäkel, Maria Martinez, Annette Beck, Anne Rittirsch-Ott, Jan Brettschneider und Uwe Kraffert

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Fußball-Weltmeisterin Renate Lingor warb an der Liebigschule für Frauen-WM 2011 |
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Geschrieben von: Gießener Allgemeine
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Dienstag, den 29. Juni 2010 um 08:55 Uhr |
Einer trägt eine Lockenperücke in Schwarz-Rot-Gold, ein anderer ist mit der umgehängten deutschen Flagge in die Schule gekommen: Am Tag nach dem 4:1-Sieg der Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale über England sind viele Kinder in der Liebigschule noch in einem kleinen Fußballrausch. Der war gerade richtig am Montagmorgen, war doch eine leibhaftige zweifache Weltmeisterin zu Gast in dem Gymnasium. Renate Lingor wurde nicht nur von jungen Autogrammjägern regelrecht umlagert, sondern stellte sich zahlreichen neugierigen Fragen von Fünftklässlern.

Dabei ging es meist um ihre Erfolge im Frauenfußball, aber natürlich auch um das aktuelle Turnier der Männer um Bundestrainer Jogi Löw in Südafrika.
Selbstverständlich fiebere sie mit den Kollegen, sagte die Sportwissenschaftlerin. Ihr Tipp und ihre Hoffnung: »Die Deutschen stehen gegen Spanien im Finale und gewinnen.« Die Trainer kenne sie persönlich und habe in diesen Tagen mit Hansi Flick telefoniert - derzeitigen Nationalspielern sei sie aber in der Regel noch nicht begegnet, denn: »Ich bin ja schon sehr alt«, erklärte die 34-Jährige augenzwinkernd. Bei Benefiz-Veranstaltungen treffe sie gelegentlich ehemalige Spielern wie Fredi Bobic, aber auch Prominente aus anderen Sportarten, etwa Sebastian Vettel. Mit hochachtungsvollem Raunen reagierten darauf die Fünftklässler - und dann wieder auf die beiden »Tore des Monats« der früheren Mittelfeldregisseurin und ihre 149 Nationalmannschafts-Einsätze mit 35 Treffern.
Am lautesten wurde die Begeisterung der jungen Fans schließlich hörbar, als Renate Lingor einen WM-Ball (»so geil!«, »echt der Hammer!«) an Schulleiter Dr. Carsten Scherließ überreichte, der ihn sogleich an den Lehrertrainer für Fußball, Uwe Gabel, weitergab. Außerdem erhielt die »Lio« zwei Sätze Sport-T-Shirts und ein Trikot mit den Originalunterschriften der Frauen-Nationalmannschaft, in das sich Schulsport-Koordinator Gerald Moos hineinzwängte.
Diese Gaben und der Besuch der siebenfachen Deutschen Meisterin (mit dem 1. FFC Frankfurt) waren der Gewinn aus einem »Gruppenkartenwettbewerb«, erklärte Egon Fritz vom VfB 1900 Gießen. Der Verein war Anfang Juni Gastgeber des Länderspiels der U20-Juniorinnen Deutschland gegen Südkorea im Gießener Waldstadion. Die Liebigschule war mit insgesamt 120 Besuchern vertreten. Diese konnten feststellen, dass - so Fritz - »Frauen ebenfalls einen fantastischen Fußball spielen«. Und das sogar »besser als die Männer!«, meinte ein Junge in der ersten Reihe.
Ob das stimmt, können im nächsten Jahr alle mit eigenen Augen überprüfen. Denn Renate Lingor tritt derzeit an vielen Stellen vor Kindern auf als Botschafterin der Frauen-WM 2011 in Deutschland. Auch die Frankfurter Commerzbank-Arena werde ein Spielort sein, warb sie um Zuschauer aus Mittelhessen.
Sie selbst wird nicht mehr aktiv dabeisein: Vor zwei Jahren beendete sie ihre Karriere nach 27 Jahren Vereinsfußball. Golf, Badminton und Snowboarden seien heute ihre Sportarten, beantwortete sie eine Schüler-Frage. Beruflich allerdings dreht sich ihr Leben weiter um den Fußball: Als Angestellte des DFB ist Lingor unter anderem zuständig für die Organisation der Trainingsplätze für die Nationalteams während der Großveranstaltung im kommenden Jahr.
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